Smartphone-Prozessoren 2025: iPhone 17 Pro Kühlung und Pixel 9 Pro Temperatursensor-Probleme

Smartphone-Prozessoren 2025: Die Top-Chips im Überblick

Die Prozessorleistung bestimmt maßgeblich über Geschwindigkeit, Effizienz und Funktionsumfang moderner Smartphones. Als Gehirn des Geräts koordiniert die CPU alle Instruktionen und arbeitet nach dem Prinzip von Fetch, Decode, Execute und Write Back (FDEW). Neben der CPU verfügen moderne Chips über eine GPU für grafikintensive Aufgaben und eine NPU für KI-Anwendungen.

Die besten Prozessoren für Gaming und KI

Stand November 2025 dominieren drei Hauptkontrahenten das Feld der High-End-Mobilprozessoren. Der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 setzt auf einen 3nm-Fertigungsprozess und erreicht Taktraten von bis zu 4,6 GHz, während er Downloadgeschwindigkeiten von 12,5 Gbps über 5G ermöglicht. Mediateks Dimensity 9500 setzt auf ein „All Big Core“-Design mit einem Ultra-Core von 4,21 GHz und bietet erhebliche Effizienzgewinne gegenüber dem Vorgänger. Für iOS-Geräte sorgt der Apple A19 Pro für Spitzenwerte bei der Single-Core-Performance und der Grafikeffizienz.

Weitere relevante Chips im Jahr 2025 umfassen den Snapdragon 8s Gen 4 für besonders schlanke Geräte, den Samsung Exynos 2500 mit verbesserter Effizienz sowie den Google Tensor G4, der sich durch KI-gesteuerte Features und Bildverarbeitung auszeichnet. Ältere Flaggschiffe wie der Snapdragon 8 Gen 3 oder der Apple A18 Pro bleiben für Nutzer mit Budget-Orientierung weiterhin relevant.

Was bestimmt die Prozessorgeschwindigkeit?

Die Geschwindigkeit eines Prozessors hängt primär von zwei Faktoren ab: der Taktfrequenz (Clock Speed) und der Anzahl der Kerne. Ein Prozessor mit 1 GHz kann eine Milliarde Instruktionen pro Sekunde verarbeiten. Höhere Taktraten führen zu schnelleren Reaktionszeiten, besonders bei Premium-Smartphones.

Die Kernanzahl reicht von Dual-Core über Quad-Core und Hexa-Core bis hin zu Octa-Core-Prozessoren. Mehr Kerne ermöglichen effizienteres Multitasking, da verschiedene Aufgaben parallel auf separate Kerne verteilt werden können. Für anspruchsvolle Anwendungen wie Gaming oder Videobearbeitung sind sowohl hohe Taktraten als auch mehrere leistungsstarke Kerne essentiell.

iPhone 17 Pro: Innovative Dampfkammer-Kühlung

Mit dem iPhone 17 Pro hat Apple erstmals eine aktive Wärmeableitungstechnologie eingeführt. Die sogenannte Vapor Chamber oder Dampfkammer soll die Performance des Geräts auch bei intensiver Nutzung langfristig sichern. Das System ist seit dem 19. September 2025 in den im Handel erhältlichen Modellen verbaut.

Funktionsweise der Vapor Chamber

Die Vapor Chamber besteht aus einem flachen, lasergeschweißten Kupferhohlkörper, der in das Aluminiumgehäuse integriert ist. Laut Apple-Marketing-Chef Greg Joswiak befindet sich darin ein Tropfen deionisiertes Wasser. Die Funktionsweise basiert auf dem Phasenwechsel: An heißen Stellen verdampft die Flüssigkeit, der entstehende Dampf transportiert die Wärme durch feine Kanäle zu kühleren Bereichen. Dort kondensiert der Dampf wieder zu Flüssigkeit und fließt durch eine Dochtstruktur mittels Kapillarwirkung zurück zum Prozessor.

Dieser Kreislauf ermöglicht eine schnelle und gleichmäßige Verteilung der Wärme auf eine größere Fläche und ist deutlich effizienter als bisherige Kühllösungen. Besonders bei anspruchsvollen Spielen oder KI-Anwendungen soll so eine konstant hohe Leistung ohne Drosselung möglich sein.

Praxistest und Teardown-Ergebnisse

Der Reparaturdienst iFixit konnte in einem Teardown nachweisen, dass die Dampfkammer den A19 Pro-Chip um drei Grad Celsius kühler hält als beim iPhone 16 Pro Max. Während das Vorgängermodell bei 37,8 Grad Celsius drosseln musste, blieb das iPhone 17 Pro Max bei 34,8 Grad.

Allerdings offenbarte der Teardown auch ein Problem: Das Kamera-Plateau ist besonders anfällig für Kratzer. Durch die scharfen, flachen Kanten haftet die eloxierte Oberfläche nicht optimal, sodass sich die Farbe bei Kontakt mit harten Gegenständen abrubbeln kann. Dieses als „Scratchgate“ bezeichnete Phänomen betrifft besonders die geometrischen Kanten des neuen Designs.

Neues Design und Materialwahl

Nach der Titan-Ära kehrt Apple beim iPhone 17 Pro zum Aluminium zurück. Dieses Material bietet einen geringeren CO2-Fußabdruck und eignet sich besser für die Wärmeableitung – ein wichtiger Faktor für das Dampfkammer-System. Das Rückpanel kombiniert erstmals Aluminium und Glas: Die obere Hälfte aus Aluminium beherbergt das rechteckige Kamera-Plateau, während die untere Glas-Hälfte das kabellose Laden ermöglicht.

In puncto Reparierbarkeit gibt es Fortschritte und Rückschritte. Die Batterie sitzt nun in einem verschraubten Metallgehäuse, was den Austausch ohne Klebstoff erleichtert. Allerdings entfällt das Dual-Entry-Design, sodass Reparaturen von Batterie, Kamera oder USB-C-Anschluss nun das Entfernen des Displays erfordern. iFixit vergab dennoch eine Bewertung von sieben von zehn Punkten für die Reparierbarkeit.

Google Pixel 9 Pro: Temperatursensor bleibt in Deutschland eingeschränkt

Während das Google Pixel 9 Pro seit August 2025 im Handel erhältlich ist, kann dessen Temperatursensor in Deutschland weiterhin nicht als Fieberthermometer verwendet werden. Nutzer sind auf die Messung von Objekttemperaturen beschränkt.

Rechtliche Hürden statt technische Mängel

Die Einschränkung hat weniger technische als rechtliche Gründe. Seit Februar 2024 kann das Vorgängermodell Pixel 8 Pro in den USA als Fieberthermometer genutzt werden, nachdem die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) den medizinischen Nutzen bestätigt und eine entsprechende Zulassung erteilt hat. In Deutschland steht eine solche Zulassung derzeit aus, und es ist unklar, ob Google diese überhaupt bereits beantragt hat.

Für die Objektmessung müssen Nutzer in der App zunächst das Material des zu messenden Gegenstands auswählen und den Sensor dann wenige Zentimeter entfernt an das Objekt halten.

Geplante Updates für die Thermometer-App

Trotz der regulatorischen Einschränkungen arbeitet Google offenbar an einem größeren Update für die Thermometer-App. Geleakte Screenshots aus dem Telegram-Kanal „Google News“ zeigen eine neue Version mit Kamera-Vorschaubild, das Nutzern hilft, den Sensor in korrekter Entfernung zum Objekt zu positionieren. Außerdem soll der Startbildschirm der App eine schnellere Auswahl häufig gemessener Gegenstände ermöglichen, um den Messprozess zu beschleunigen.